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Dienstag, 01. November 2011

gltischig

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Mädels und Buben, ich bin gut eingeteilt. 


Fad wird mir nicht - und den anderen mit mir auch nicht.
Damit das so bleibt bekommt ihr heute einen Abenteuerroman zum Thema: Was mache ich am Sonntag Nachmittag? Vielleicht Seife?


Seife sieden habe ich bei meiner lieben Renate Karlhofer gelernt. Sie hatte eine kleine Seifenmanufaktur in der Schottenfeldgasse. HATTE! Mein Seifenvorrat war zu Ende - genau der Zeitpunkt als ich entdeckte, dass das Geschäft pfusch ist! Renate siedet zwar immer noch, hat aber das teure Lokal in Wien aufgegeben. Sie bietet auch mobile Kurse an - allerdings eignet sich meine strapazierte Küche nicht für viele SiederInnen auf einmal. Für ein tete a tete konnte ich sie wohl auch nicht von NÖ nach Wien verschleppen - also musste ich selber an die Töpfe.

hier geht es zu Renate


Ich kann sagen: es war eine Riesensauerei. 
Hat mir wieder alle Ehre gemacht. 
Die Seifen sind atemberaubend toll geworden.


Um das eingekaufte Material hätte ich mir zwar einen Callboy für eine ganze Nacht leisten können, aber wer will das schon. Wäre zwar auch biologisch, aber politisch völlig inkorrekt. 
das ist maroni creme von unserer siederinnen jause - sieht aber aus wie seife
Ausserdem war meine liebe Freundin Marion an meiner Seite und so machte die ganze Action Riesenspaß. Ja, ja den hätte ich mit einem Callboy wahrscheinlich auch - aber ein Nachmittag mit Marion ist mir einfach viel lieber. Ach - jetzt genug von diesem Scherz - Chippendale Bild husch husch raus aus meinem Kopf!


Rezepte für Seife gibt es zu 1000e im Internet, da schreib ich jetzt keines rein. 
Unter:

www.naturseife.com


gibt's alles was man wissen muss.


Was nicht so leicht zu finden ist sind die Innereien. Unzählige Fette und Öle, Duftstoffe, Kräuter, Färbemittel und eine Prise NaOH.
Alles Bio bitte - bei mir zumindest, man kann aber auch eine chemische Keule basteln wenn jemand dazu Lust hat bzw. keine 100,- Euro für die hard core super Bio Variante ausgeben will. Da sind die Blättchen aus reinem Gold allerdings schon mitgerechnet.
Die glitzern halt so schön!


Wer in Wien wohnt und auch mal die Küche komplett einfetten will sollte als erstes in die Drogerie Neuber und Enkel pilgern.
Ein Erlebnis auf das man sich eingehend vorzubereiten hat. Die knurrige Verkäuferin versteht keine Scherze und lässt sich auf keine Diskussion ein. Sie verkörpert die aussterbende Spezies der liebenswerten Wiener Grantlerin. Das nächste Mal nehme ich ihr ein Infoblatt über Verkaufs GESPRÄCHE mit, diese Art von Konversation hat bei Neuber noch keinen Einzug gehalten.
Dafür gibt es das was fürs Seife sieden gebraucht wird. Nur sollte sich die geneigte Käuferin völlig im Klaren sein, was aus den Döschen, völlig altmodischen Riesengläsern, Schachteln und Nylonsackerln in den Regal sie will. Und vor allem in welcher Menge!
Was in der Apotheke in Grammstel und unter sehr forschenden Blicken über die Theke geschoben wird, wird in der letzten Drogerie Wien's in halben Kilo oder gar vollen Kilo Einheiten wortlos in die Hand gedrückt. Ich habe jetzt NaOH für eine Großseifenmanufaktur - oder anders ausgedrückt - ein Kilo ist viel.
www.neubers-enkel.at

Dann habe ich noch einen Geheimtipp fürs Feintuning der Seifen:
Duftis und Öle von Pflanzen die wir gar nicht mal kennen...

Ein Plan ist schon beim Einkaufen nicht schlecht, denn ich habe verkehrt herum begonnen und auch die günstigen Teile im teuren Laden gekauft. Also ERST Neuber und DANACH in die Kosmetikmacherei.
Zu Neuber muss man so und so wegen dem NaOH - bekommt man in kleinen Mengen aber auch in der Apotheke. Oder ich hätte auch gerade etwas im Angebot. Ich sage nur: Kilodose!


Einen Plan zu haben empfiehlt sich auch beim Seife machen, wer mich kennt, weiß dass das eine nämlich "PLAN" das zweite, nämlich "SU" ausschliesst.
Es gibt vieles das es zu beachten gilt, alles was einem so zu Lauge, Küche, Kindern, Haustieren einfällt gibt es auf www.naturseife.com zu lesen - oder wir wissen es eh selber.


Hier nur das was ICH noch mit in Spiel brachte, woran ihr vielleicht nicht gleich denkt:
Eine Flasche Kokosöl, welche aufgrund des Metallverschlusses im Mikro funkt, sollte man nicht ohne den Verschluss wieder reinLEGEN. Da sich das Fett erwärmt und flüssig wird (deshalb war es ja auch im Mikro und nicht weil sonst nirgendwo Platz war, was auch eine Susi Möglichkeit wäre) RINNT es in der Gegend rum. Wer den Mikrokasten dann aufreisst bekommt eine volle Ladung HEISSES, FLÜSSIGES Kokosöl serviert. Nicht jede/r ist so lustig drauf wie ich und schmiert das Zeug, auf den sowieso schon sehr trockenen, Parkett. 
Die meisten Menschen die ich kenne würden in diesem Moment aus verschiedenen Gründen, je nach Charakter in seiner persönlichen Ausdrucksform, emotional reagieren.


Das Zweite war eine kleine Geste, die mein Unterbewusstsein leider zum Ausdruck bringen wollte. Wenn ich nachdenke lege ich nämlich gerne den Zeigefinger an den Mund. Die nächsten Wochen werde ich das nur unter Schmerzen tun können, da ich mir aufgrund des NaOH Restes auf der Fingerspitze einen kleinen Steg von der Unterlippe bis zur mittleren Zunge geätzt habe. Geschluckt habe ich nicht - deshalb wurde mir ein Ausflug mit der Rettung verwehrt. Aber gespuckt habe ich ordentlich. Wer sich diesen Selbsttest nicht unterziehen will: erst macht es ein komisches Gefühl, wie wenn man sich verbrennt, dann brennt es höllisch und interessanter Weise kommen dann Blasen und die Haut pellt sich an den geätzten Stellen. Es empfiehlt sich mit kaltem Wasser und verdünnten Essig zu gurgeln.


Damit beschliesse ich diese Abenteuergeschichte.
Soviel sei aber noch gesagt:

Es hat super Spaß gemacht und die Seifen sind wunderschön. 
Sie sind jetzt meine kleinen Babies und es werden weitere folgen. - Stichwort: Kilodose!







Freitag, 30. September 2011

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Autofahrer unterwegs, ein Plastiktellerchen und ein Silberlöffel

Wenn mich jemand fragen sollte, was meine Lieblingsspeise ist - ich wüsste es sofort:
Erdäpfelpüree mit Frankfurterstückerl drinn  - angeröstetem Frühlingszwiebel  und einem Würstelbaum daneben.
War und ist  meine tröstlichstes Futter!
Einzig denkbare Variation: ein paar Gurkerlscheiben (kamen vom Opi) dazu.
Das hat mir nämlich die Omi immer gekocht.
Im Sommer.
In der Steiermark.
Serviert im Plastikschüsserlteller, gelöffelt mit einem ECHTSILBER Löffel.
Im Hintergrund hat Annemarie Isop (oder so ähnlich) Camper von Da und Dort gesucht- die sollten sich dringend zu Hause melden! Warum nur?
Müssten sie zum Bluttausch hätten sie das doch gewusst und so viele Nierenspender würde es doch auch nicht unerwartet geben?! - naja das Handy war damals noch reine Science Fiction und meiner Phantasie Dank "Frau im Spiegel" und "Neuer Post" enge Grenzen gesetzt.
"Wir hören heute die Mittagsglocken der Kirche Großklein, in der Gmeinde Kleingroß, Markt Klein, Bezirk Groß am Kleinberg"
Ding Dong, Dingel Ding, Dong Dong!!
" Autofahrer unterwegs" live aus dem Kofferradio war das Mittagaprogramm meiner Kindheit.
Püreeuntermalung sozusagen.
Lecker! Heute noch!
So gehts:
Irgendwelche Kartoffel in der Schale für ca  40 Minuten kochen.
Nach einem Bad in kaltem Wasser mit einem geölten Messer (damit die Schalen nicht so drauf picken bleiben) schälen.
Mit einem großen Stück Butter, Salz, einer Prise Muskat und einem ordentllichen Schuß Milch mit einem Stampfer, Pürierer, Mixer .... zermatschen.
Würstel kreuzförmig einschneiden und mit kleingehacktem Zwiebel anrösten.
Radio aufdrehen, Plastikgeschirr suchen und an Omi und Opi denken.
Lässt sich auch zahnlos geniessen.
So tröstlich.


Freitag, 23. September 2011

back mir den Frühling ein

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Von meinem Alki Hermann habt ihr ja schon gelesen. Hermann ist der Untermieter der am Fensterbrett vor sich  hinblubbert und brav zu Sauerteig vergärt. Riecht ein bissl nach Bier, das macht das heimelige "Frau mit Untermieter" Leben richtig realistisch.
Mittlerweile habe ich schon so viel Brotlaibe zum Üben gebraucht, dass es mal kleinere Brötchen gebacken werden mussten.
Rezept gibt es schon längst kein richtiges mehr zu meinen Hermann Attacken. Einfach Mehl, Wasser, Salz, Gewürz und den Alki zusammenrühren. Im Warmen stehen lassen - Liebesentzug!
Am besten die ganze Nacht - das hat er am liebsten. Alleine am Fenster darf er in die Sterne gucken und richtig schäumen!
In der Früh kommt der Teig löffelweise in kleine Förmchen. 10 Minuten bei 50 Grad im Ofen anwärmen und dann 20 Minuten bei 180 Grad richtig einheizen.
Mit Butter den noch warmen Schmetterling, die Blume und den Marienkäfer auffuttern.
Njami!!!


Sonntag, 04. September 2011

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Bio vegetarische Lasagne
Meine Hände zittern noch, denn während gestern die Bauteile für die Lasagne gebastelt wurden hat sich mein Auto verselbständigt und ist 10 m nach vor gerollt. Nix passiert - aber ich bin immer noch voll geschockt.
Das Schlottern war gut fürs Nudelteig kneten. 
Den Teig mach ich so: ein Hauferl grobes Weizenmehl und ein gleich großes Hauferl Hartweizengries Mehl zu einem Haufen vermischen - Grube in die Mitte rein und mal ein Ei reinschmeissen. Das Ei einarbeiten. Je nachdem wie pulverig das noch ist entweder noch ein Ei rein oder nicht. Ein Haufen mit einem Ei ergibt Nudeln für eine Person, mit 2 Eiern für 2 Personen - oder eine Lasagne mit drei Teiglagen. 
Den Teig gut durchkneten, der braucht nicht viel, der wird von selber ganz geschmeidig.
Eine Kugel formen und rasten lassen.
Der Geheimtipp ist das Hartweizengries MEHL. In den Rezepten steht nämlich Hartweizengries was nie und nimmer funktioniert - ausser wir wollen Polenta machen - was ja nicht gerade eine Nudelspeise ist. Wegen diesem locker vor sich hin geschriebenen Zutat bin ich durch halb Wien gerast. Bei meinem Exotic Supermarkt Prosi bin ich kniend fündig geworden. 
Prosi Adresse und so
Kniend weil die verschiedensten Mehle dort in den untersten Regalen liegen und nicht gerade sprechend angeschrieben sind. 
Die Nudeln ohne Ei - an meine sehr verehrten VeganerInnen hier - die kann ich nicht. Die zerfallen mir, aber ich werde sie wieder mal probieren.
Während das Teigkugerl vor sich hin schlummert werden gehackter Zwiebel, Knoblauch, Kräuter in Öl angebraten und dann kommt Sojagranulat dazu - auch anrösten.
Gleichzeitig Paradeiser einer bösen Kneip Kur unterziehen: erst in kochendem Wasser quietschen lassen bis die Haut platzt um sie dann in Eiswasser so richtig zum "aus der Haut fahren" zu bringen. Je eisiger das Wasser ist desto röter bleiben sie.
Die nackigen Paradeiser vom Strunk befreien und zu dem röstigen Zeug werfen.
Nicht vergessen: RIECHEN. Herrlich.
Einkochen lassen - nach Lust und Laune würzen. Ein bissl Paprika macht Farbe. Und jetzt kommt mir nicht mit dem Paradeiszeug aus der Tube - bei mir gibts nix aus Tube, Dose. Na sicher nicht!
Jo dann brauchen wir noch die Bechamel Sauce. 
Dazu nehme ich selbstgemachtes Ghee. Das ist so eine Art Butterschmalz. Weil ja in die Bechamel Sauce schon ordentlich Butter reinkommt mache ich das mit dieser viel gesünderen Form der Butter.
Dazu wird die Butter aufgekocht bis sich irgendwas draus löst was dann abgeschöpft wird. Das Ghee hält sich sehr gut im Kühli und kommt bei mir immer zum Einsatz wenns um heisse Butter geht.
Also eine hohe Pfanne nehmen, Ghee rein, wärmen bis flüssig - Mehl reinrühren. Feste rühren, schnell rühren, mit Milch aufgiessen, wieder Mehl rein, wieder Milch rein - rühren, rühren, rühren.
Herd zurückdrehen nicht vergessen, sonst gehts über - Riesensauerei!!
Falls das Teufelszeug trotz wildem Wedeln Bröckerln macht, dann entweder mit dem Mixer reinfahren oder mit dem Pürierstab. Macht alles wieder gut - versprochen.
Uff - das ist eine lange Beschreibung. Gut ich habe ja auch wieder 5 Stunden gebraucht. Keine Ahnung warum.
Vielleicht weil ich dazwischen das Auto gerettet habe, den Rasen gegossen und im Fernseher diese Sätze gehört habe:
"Ich gehe mit Laura weg, sie hat ein neues Kleid!"
und kurz darauf diesen
"Wir gehen zu mir - später!"
Die fand ich so grandios - ich habe keine Ahnung was es für ein Film war - ich seh ja in meinem Mini-mini TV nix - aber es war etwas altes in schwarz weiß.
Teig auf Mehl ausrollen in passende Teile schneiden. 
Beim schichten in eine Form mit der Bechamelsauce beginnen. Das macht saftig und die Sauce nimmt die überschüssige Flüssigkeit aus der Paradeissauce auf. Dadurch wässern die Teigplatten nicht so durch.
Zweite Schicht: Teigplatte
Dritte Schicht: rote Sauce
Vierte Schicht: Teigplatte ....
mit Bechamel auf roter Sauce abschliesssen.
Käse draufreiben.
Ins Rohr. Je nach Höhe so ca 40 Minuten backen.
Endlich fertig.




Freitag, 02. September 2011

wer nicht glauben kann muss kleben

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heute nur ganz kurz: 
wer auf die wahnwitzige idee kommt glasnudeln selber herzustellen, kann ruhig vertrauen, wenn überall steht - das geht nicht!
stimmt genau.
bestehen tun die asiatischen leckerschmecker nudelchen aus mungobohnenmehl und salz.

Rezept für alle jenen, die auch ein bisschen kleben wollen


salz hätten wir ja schon mal - mit dem stärke staub schaut's in unseren breiten eher schwierig aus.
ich hätte noch einen rest davon günstig abzugeben. es gibt also was abzustauben!


aus wasser und diesem sehr, sehr mehligen mehl heisst es  eine art kleister herzustellen und diesen auf aufwendige art und weise immer wieder zwischen 90 Grad C und 55 Grad C auf und ab zu temperieren gleichzeitig  meditativ wild rühren - das macht dann irgendwas mit den stärketeilen der böhnchen.
bei mir hat es ordentlich etwas gemacht mit der stärke - der kochlöffel klebt nach wie vor irgendwo fest.
tapeten, fussböden, kleine hunde - alles hätte ich damit festkleben können - aber nudeln wären das nie im leben geworden.
ich hab das zeug dann in sesamöl gebraten was so eine art knabber gebäck marke super ungesund ergeben hat:
fettig, salzig, geschmacklos.
möglicherweise DER snack des jahres 2012.
promoterInnen gesucht!

Dienstag, 30. August 2011

irgendwas ist immer falsch

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einmal gelingt alles in der chaos küche und dann dieser fauxpas!
das menu war ja 1a (zumindest für die jenigen, die rote rüben, fisch, salat, sesam, krokant, kürbiskerne... mögen)

auf unseren tellern fanden sich:

carpaccio von der roten rübe
pastinaken wuzerln (nicht so scharf wie krenn wuzerln)
fetzerln vom grünen kräusel salat
pangasius filet in sesamkruste
ein walnuss/kürbiskern krokant
drüber sud aus hellem balsamico mit kürbiskernöl tupferln
sauerteig hermann bäckt
ah ja - und der untermieter hermann wurde zu einem  herzerlbrot "reduziert" (hä,hä ich mache die männer gerne heiss)

was soll jetzt falsch gewesen sein?
der pangasius war's

aus vietnam - der arme
nicht nur weitgereist sondern mit großer wahrscheinlichkeit völlig artungerecht gehalten und dazu mit antibiotikas vergiftet
es tut mir so leid!

gegessen haben wir ihn trotzdem, denn er sollte nicht für den müll gequält worden sein - geschmeckt hat er uns auch sehr gut.
fischig war's allerdings nicht - was wenig verwundert wie ein fisch hat er ja nie leben dürfen!

gelernt habe ich zweierlei:
1. beim zusammensuchen der fressalien kann ich nicht vorsichtig genug sein
2. die pangasius doku hat tiefen eindruck bei meinen freundInnen hinterlassen

wer immer von dem fischi hörte runzelte sorgenvoll die stirnfalten, setzte die brille auf und studierte das etikett - ahaaaaa aus aquazucht - nicht öko?!!!
corpus defischi
für die rote rübe war ich aber extra im bio super markt. zählt das als wiedergutmachung?
wenn nicht bekommt ihr das nächste mal wacholdergeräuchterten westfälerschinken - von dem weiß ich nämlich, dass er von schweinen aus mast stammt. klingt nur netter.

zur herkunft der walnüsse möchte ich nicht gefragt werden - danke
hab ich mich eh nicht angepatzt?






Samstag, 27. August 2011

Hermann das Brot

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seit einigen tagen habe ich einen (männlichen-huch!) untermieter.
sein name ist hermann.
er durfte bei mir einziehen, weil er mir als völlig anspruchslos beschrieben wurde.
jetzt blubbert er am sonnigen fensterbrett vor sich hin. bloss jeden 5. tag wird er mit mehl, milch und zucker
zufrieden gestellt.
hermann ist ein sauerteig ansatz.
das bedeutet er hat echt sinn!
diesen sinn habe ich heute ausprobiert und ein brot gebacken.
dazu habe ich 3 tassen mehl, 2 tassen wasser, salz, kümmel und frisch geknackte, zerbröselte walnüsse vermixt und dann so ca 2 stunden ruhen lassen - blubber, blubber.
gebacken wurde hermann das brot bei 180 grad für 40 minuten.
die erste scheibe überlebte das auskühlen nicht - dick mit frischer butter ist sie verkostet worden.

also der junge kann was! der darf bleiben - wirklich sehr, sehr gut und einfach.

Sonntag, 21. August 2011

Kaffee Jause

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Ich kann es nicht lassen. Heute habe ich wieder die zwei Dosen für die Molekular Küche ausprobieren müssen.
Der Melonenkaviar ist mir schon fad, dieses molekular Zeugs funktioniert aber nur mit wenigen Flüssigkeiten. Kaffee lässt sich angeblich "kugeln"
Kaffeeperlen alleine sind ja auch nicht gerade der Bringer, deshalb musste etwas schön weisses als Unterlage her. Gelierte Milch kenne ich definitiv nicht, aber es gibt ein Rezept dazu!
Rezept Milchquader mit Kaffeeperlen
Eigentlich wollte ich auch Gelatine in die Milch geben, doch soweit bin ich gar nicht gekommen. Meine glorreiche Idee war zuerst Gelierzucker in die aufkochende Milch zu streuen. Ob es jetzt an der Haltbarmilch, dem Honig oder dem Gelierzucker gelegen hat... auf jeden Fall ist die Milch geronnen. Egal ich hab sie durch ein Tuch gepresst und den süßen Käse in eine Muffinform gefüllt. Mit Frischhaltefolie in den Kühli und fertig.
Die Kaffeeperlen waren wieder absolut nicht gefügig. Egal ob langsam in die Flüssigkeit gespritzt, schneller, gut durchgeliert, kaltes Wasser, heisses Wasser - völlig wurscht - sie kugeln nicht schön.
Man darf sie auf jeden Fall nicht aus großer Höhe ins die Mischung gleiten lassen, denn dann sind sie gleich kaputt.
Was dann doch  überraschend war, war der Geschmack. Sowohl das Frischkäseherz als auch die Kaffeeperlen waren sehr lecker. Miteinander sogar ein kleines Feuerwerk im Mund.

Was es nicht alles gibt?!

Samstag, 20. August 2011

Käsenockerl

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Käsenockerl! Nicht Käsenocken - nein Käsenockerl! 
Wir denken hier an meine Lieblingsspeise.
Deshalb bin ich da auch Spezialistin. Kasnocken sind diese kärntnerischen Nudeltaschen. 
Auch gut - aber gaaaaanz anders.
Aus leidvoller Erfahrung sag ich: bitte die Käsenockerl nicht im Restaurant bestellen!!!
Die machen die nämlich so: Nockerln aus dem Packerl in viel zu viel Öl aufgewärmt, Käserinden dazu und getrocknete Zwiebelringe drauf. 
Geht gar nicht! 
Es gab mal ein Lokal, die haben die fertigen Nockerl in einer sämigen Käse, Rahm Sauce gewärmt - das war nicht ungut! Aber auch nicht DAS!
Aus reinem Selbstschutz kann ich mich mittlerweile zur Nockerlmeisterschaft anmelden. Eigentlich sind es ja Spätzle. Einfach Mehl (glatt!!), Ei, Milch, Butter und Salz zusammenrühren und in sprudelndes Salzwasser mit dem Nockerlhobel reinwuzeln. Anders kann ich es nicht.
Ich habe sie schon - zwecks der Optik - mit der Tortenspritze reingekünstelt - war aber bloss viel Patzerei für nix. Am besten geht es bei mir mit dem Hobel - mit einem Teelöffel funktioniert es aber auch.
Die Spätzle nach ca. 10 Minuten kochen abschrecken. Bös Anschauen reicht da nicht - unters kalte Wasser müssen sie. 
Dann eiskalte Butterflocken drauf.
Und dann geht's los: Zwiebelringe in Öl anrösten, Parmesan oder irgendeinen leckeren Hartkäse dazureiben, die Nockerl reinkippen - richtig schön anprasseln lassen. 
Bei einem Glas Melissensaft in der Hand den Duft tiiiiiief in die Nase einziehen lassen. Sooooo gut.
Salzen, Pfeffern - und jetzt der Geheimtip: mit der leckeren Rindssuppe von gestern aufgiessen und eindicken lassen. Nicht zu viel Suppe sonst wird's gatschig. Aber schon einen kräftigen Schuß!
Die ganz disziplinierten unter uns können noch Käse über die fertigen Spätzle reiben. Auch frische Kräuter, Zwiebelringe, Butter, Sauerrahm... zur Deko, alles super. 

Meistens geht sich das aber von der Gier her nicht mehr aus.
Maaaa Leute - das war sowas von gut.

so a richtig altmodische Rindssuppe mit Frittats

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Unglaublich aber wahr - ich hab sie noch nie selber gemacht. Die richtig dicke, fette Fleischsuppe.Hab ja eine Mama, die das kann.
Die Grippeviren machen aber auch vor Menschen nicht Halt, für die meine Mama einfach nicht zuständig ist - wir wollen gar nicht daran denken!!
Das Schwierigste an der Sache war das Auftreiben der Rindsknochen. Bei meinem letzten Versuch habe ich bei einem türkischen Fleischhauer ein paar Schweinsknochen untergejubelt bekommen. Völlig absurd, aber es war so. Die Suppe war IGITT. Die Dinger gelieren nämlich irgendwie - voll grauslich. Deshalb habe ichs ja auch nicht noch mal versucht.
Rezept: ein bissl Öl in einen groooooßen Topf. Geputztes Suppengrün rein. Karotten in Streifen - das sieht dann in der Suppe schicker aus als die Scheibchen. Anrösten. KEIN ZWIEBEL. Der kommt mit der Schale in  Hälften geschnitten dann später dazu. So bleibt die Suppe halbwegs klar.
Dann die Knochen rein und mitrösten.
Mit Wasser oder Su's Kräutersupperl - quer aus dem Garten - aufschütten. Die Zwiebel mit Schale rein.
Suppenrindfleisch in kleinen Würferl reinschmeissen - so lange wie möglich köcheln lassen.

Beim Abseihen nicht vergessen einen großen Topf unters Sieb stellen. Das was gegessen wird ist die Flüssigkeit und nicht das im Sieb!
Fleischwürferl und Karottensticks aus dem Sieb rausglezeln und in ein extra Teller werfen.
Suppe auskühlen lassen und Fett abschöpfen - wenn man will.
Einen Knochen für den Hund = Weihnachten, Ostern und Geburtstag in der selben Sekunde!!!
Während die Suppe vor sich hin blubbert, die Frittats machen.
Aus 180 dag Mehl, 300 ml Milch, 3 Eiern und 15 dag Butter einen Teig qiriln. Mit Muskat und Salz würzen. Ruhen lassen. Es empfiehlt sich die Butter recht flüssig reinzugeben. Ich hab es mit gefrorener probiert - die Bröckerl waren gigantisch.
Dann in einer sehr heissen Pfanne - mit gaaaaaanz wenig Butter - Palatschinken braten.
Auskühlen lassen und in Streifen schneiden.
Beherrschen!  Nicht die Palatschinken gleich beim Schneiden auffuttern!!!!

Montag, 15. August 2011

russischer Apfelkuchen - oder - so geht's nicht

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Für heute Nachmittag war ausser Gewitter auch Jause bei den Eltern angesagt.
Da back ich doch etwas!
Russischer Apfelkuchen klingt gut, sieht einfach aus und die vergessenen Äpfel wären auch nicht umsonst gestorben.
Rezept zur Baustelle
Im Prinzip gibt es nichts gegen das Rezept zu sagen.
Ganz im Gegenteil, der Kuchen duftete sooooo fein, auch der Geschmack war 1a.
Nur hab ich ihn zu früh aus dem Rohr genommen. Volle Sch....
Sterz zum Quadrat!
Wieder rein mit dem Zeug - also auch das Backrohr versaut.
Wieder raus, abkühlen lassen, stürzen - mit dem Salatbesteck wegschaufeln.
Bröselfiasko in Longdrinkgläser betoniert, die Schlagobersflasche (incl. CO2 Kapsel!) in die Tasche geworfen und ab die Post Richtung Garten.



Angfressen war ich auch ohne Jause.


Samstag, 13. August 2011

wieder mal pizza

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ewig suche ich schon DEN pizza teig. nicht den - sondern DEN!
er soll dick sein, weich und auch wenn ich fürs essen eine stunde brauche gefälligst weich bleiben.
blöder weise ist das dann keine pizza. eine pizza ist dünn, knusprig, zerfällt zu staub wenn sie beim gepflegten tratsch missachtet wird.
das was ich will ist etwas anderes. american pizza vielleicht - aber auch nicht so ganz.
näher kam ich mit focaccia. das ist ein italienisches fladenbrot das genauso wie eine pizza betüdelt werden kann.
Focaccia Rezept
vor kurzem fand ich aber noch etwas anderes: einen kartoffelteig der mit germ angesetzt wird und dann wie eine pizza behandelt wird. die italienerInnen scheinen recht lustig zu sein, denn das ding ist keine  pizza und kein focaccia - heisst aber so: nämlich  kartoffel pizza oder focaccia-sarda.
Focaccia Sarda

jetzt zum schlechten teil.

die hacke war unbeschreiblich. mittlerweile bin ich ja einiges gewohnt, aber das war schon nahe am limit. gut - ich koche alles selbst, kein fertigteil teil kommt mir unter die finger! hier hat es mich aber schon gejuckt ein fertiges sugo glaserl oder wenigstens tomatenmark zu verwenden.
kartoffel kochen, schälen, quetschen.
würzen, mehl drauf - gatschen. die gatschpfoten mit dem teig sind einmalig.
dampferl machen. (das machen alte weiber köchinnen wie ich mit dem guten alten frischgerm)
wie gesagt - nix fertiges kommt mir in den topf.
germ in die kartoffelmatsche.
unter einem baumwolltuch den teig gehen lassen.
paradeiser, zwiebel, knoblauch ein paar minuten in kochendes wasser werfen.
schälen. mit kräutern - in den rrrrrrtttttrrrrrrtttt.
 das backblech oder die teile wo der teig hinsoll mit backpapier auslegen und mehl draufstauben. nicht zu knapp bemehlen, das teil pickt wie wahnsinn. deshalb auch nicht auf einer arbeitsfläche ausrollen. wo der teig liegt bleibt er für immer.
ausrollen - tomatenpampe, schafkäse drauf.
weil es ja nicht ganz nach rezept sein kann habe ich noch semmelbrösel draufgestreut.
dann gut backen. bei 180 grad umluft so 40 minuten.
küche renovieren.
pizza aus dem ofen raus.
DAHINSCHMELZEN!
SOOOO GUT.
knusprig am rand, bleibt super weich - sogar wenn die teile eiskalt sind.
die kartoffel machen so einen leckeren pommes geschmack.
einfach nur SCHMATZ.
heute bin ich aber zu müde zum essen.
gute nacht!

Freitag, 12. August 2011

die rote Linsenpampe

2 Kommentare
Lecker, lecker kann ich nur sagen.
Die roten Linsen aus meinem über alles geliebten  Prosi Exotic Super Markt so 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Ich nehme dafür die gebrochenen Linsen (rotes Dal heissen die beim Prosi) die werden schneller weich. In das Einweichwasser kommen auch Senfkörner und Lorbeerblatt in einem Kräuterteeei hinein. Zwiebel, Knoblauch Petersilie - alles was sich im Garten findet (Efeu nicht!) klein hackeln - glasig rösten - Linsen dazu, diese auch ein bisschen anrösten und mit meiner Spezialkräutersuppe (oder Wasser oder irgendeiner Suppe) aufgiessen.  Liegen Nudeln,  Kartoffel, Tomaten gerade herum können die auch noch rein Alles kochen bis die Linsen bissfest sind.  
Zum Binden der Suppe habe ich frischgeriebene Semmelbrösel mit aufgekocht und zum Schluss sauren Rahm reingerührt..
Nicht vergessen vor dem Servieren das Kräuterteeei rausnehmen - das macht die Zähne hin.
Ah ja - mit einem frischen Minzezweig servieren. SCHMATZ

Mittwoch, 10. August 2011

das macht heiß

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Beim stirln in Rezepten bremste ich ruckartig! M e l o n e n k a v i a r. Komisch. Ich kenne Melone oder Kaviar. Oder Melone mit Kaviar. Oder Kaviar auf Melone. Von mir aus auch Kaviar auf geeistem Melonentrallala Spiegel. Aber keinen Melonenkaviar.
so soll es funktionieren
Gut. Also das ist eine Melone. Deren Fleisch wird zergatscht und dann mit zwei verschiedenen Chemikalien in eine Form gezwungen, die ihr gar nicht so fremd ist. Nämlich Kugerln. Aber eben gaaaaaanz kleine Kugerln.
Von den Chemikalien braucht man enorm wenig. Nur wo dieses enorm wenige herbekommen? Aus der Apotheke vielleicht?
Die Drogistin meines Vertrauens war absolut hilfsbereit. Nachdem sie sich anhand des Rezepts von Ferran Adrià vergewisserte, dass ich weder damit handeln noch Sprengstoff basteln wollte (zumindest nicht absichtlich) machten wir uns ans bestellen.
Bei meinem ersten Besuch in der Apotheke klang alles ganz wunderbar. 10 dag von einem, 5 dag vom anderen Giftschrankzeugs - Kosten ca 10,- Euro, Liefertermin: übermorgen. Perfekt.
Bei der Abholung stieß ich auf Probleme. Die Mindestabnahmemenge hatte sich leicht erhöht. Von 10 dag auf 50 dag. Hmmmm - naja.
Ein intensiver Blick auf die Etiketten ließ mich irgendwie stutzig werden. Die Braunalge - ok. Aber dieses Kalciumirgendwas - das hieß meiner Meinung nach im Rezept anders.
Wir stellten dann gemeinsam fest, dass ich gerade ein wunderbares Mittel zum Eingipsen eines Penises in  Händen hielt. Da ich aber gerade keinen solchen, weder in gebrochenem  noch anderen Zustand zur Hand hatte, entschied ich mich auf das richtige Kalcium Zeug zu warten.
Zwei Tage später bekam ich eine Riesendose Kalciumchlorid. Wir wissen bereits: Änderung der Mindestabnahmemenge.  Ein Mittel daheim eines da - was ist besser? Das daheim wegwerfen oder die Riesendose zur anderen Riesendose gesellen?  Kostenpunkt mittlerweile 42,- Euro. 
Natürlich sind zwei Dosen besser als eine alleine. Wer will schon alleine sein?
Braunalgen und Kalciumchlorid stehen jetzt mal im Regal. Bald bekommt ihr die Schilderung was dann passierte.
Bis dann schönes Kochen, Essen, Sterne gucken Eure **Su


Dienstag, 09. August 2011

die Chaos Küche

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Lange nicht gelesen meine Lieben.
Jetzt bin ich wieder da - mit ganz neuen Geschichten!
Astrologie liebe ich immer noch - bin aber mit dem Studium fertig. Aus Verzweiflung darüber begann ich einzukaufen.
Es gab dann zwei Möglichkeiten: eine größere Wohnung oder ein neues Hobby.
Am besten eines das keinen Platz braucht.
Da dachte ich, das Kochen wäre etwas. Das Ergebnis soll ja verputzt werden - also restlos pfutsch sein!
Mittlerweile kann ich euch einiges aus meiner Küche erzählen. Sehr intimes - verzeiht mir.
Wir beginnen mal ganz langsam. Es war einmal....

Eine Wassermann Frau, die aufgrund ihres leicht verspielten Sonnenzeichens ein Faible für... Ta,ta, ta, taaaaa
Küchenmaschinen hat!
Damit habe ich nicht gerechnet. Was es alles gibt!
So innovativ, so elektrisch, so sperrig, so unpraktisch. Einfach herrlich.
Gut - der riesige Allesschneider muss ja eh nicht in den restlos überforderten Kleiderschrank passen - aber im Bücherschrank sieht nur ein absolut durchgestyltes Einzelstück stylisch aus. Steht neben dem Edelstahl Teil ein türkiser Erdäpfel Spiral Hobel macht das nur noch bedingt Eindruck.
Egal - ich finde Mittel und Plätze. Die Nirosta Teile vergrabe ich im Garten. Die halten das aus.
Meine neueste Anschaffung ist eine Kaffeemaschine für Pads. Viel umweltschonender als das Teil mit den Kapseln, der Milchschäumer drinnen ist sowas von schäumend und günstiger ist der Kaffee auch. Nur schmeckt er mir nicht.
Deshalb mache ich den Morgenkübel Latte im Kapselteil. Was mathematisch gesehen zwei Kaffeemaschinen ergibt. In Mathe war ich nie gut, deshalb fällt mir das nur in geistig hellen Momenten auf. Die kommen selten vor - und schon gar nicht am Morgen.
Freunde lieferten mir noch dazu die perfekte Tarnung für meine 2 ferrariroten Asterix Wasser Spender: sie basteln wirklich ansprechende Halsketten aus den Metall Resten der Kaffeekapseln. Jetzt lauern sie mit geladener Klebepistole vor meiner Wohnungstür. Mit fiebrigen Augen stürzen sie sich auf den Müllsack um die ersten an den Kaffeeresten sein zu können. Ich sage nur: Sonder Edition in Dunkelblau (Lakritze!).

Bald erzähl ich euch wie Nudeln wirklich gemacht werden oder eine fettePizza mit 5 cm Dicke oder wie die Molekular Küche sicher nicht funktioniert..
Tipps von der Front. Hautnah!

Eure **Su

Sonntag, 15. August 2010

was der Nordwind brachte

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Der 21 Geburtstag war eine Party.
Beim Warten auf das Auto rutschte sie mit Blumen verziert die Hauswand runter. So schlecht war das nicht, auch wenn ihr dabei schlecht wurde. Ein blöder Nebeneffekt den es auszumerzen galt. Durch Trinkübungen würde sich das einrenken. Sie musste nur konsequent dran bleiben. Konsequenz und Disziplin braucht es im Leben, sonst würde sie zu nichts kommen.
So ein Sektchen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Ihr sozial nicht besonders kompatibles Wesen wurde aufgeweicht. So wie es schon die Mutter gerne sah: “Kind sei ein bisschen weicher, sonst wollen dich die Männer nicht. Geheiratet werden die anderen.” Wer diese anderen waren blieb unbesprochen im Mädchenzimmer stehen. Sie konnte diese herumhängenden Frauengestalten förmlich riechen. Ihre Schönheit, ihre warmen, anpasssungsbereiten Körper, ihre gebrochenen Knochen und Egos.
Die Mama hatte es nur gut gemeint. Sie liebte ihr Kind, wie Mütter ihre Töchter lieben.
Die Männer wollten sie tatsächlich nicht. Zumindest nicht so wie sie Männer wollen sollte.
Da sollte einer für sie da sein. Einer, der ihr in sklavischer Hingebung Haus, Auto und ewige Schönheit sichern würde. Dieser eine da, für den sie alles aufgeben durfte.
Zuerst warfen die Männer die Mama weg und dann die Tochter. Immer in dieser Reihenfolge, niemals umgekehrt was für eine gewisse Ordnung sorgte. Ordnung war auch sehr wichtig, für das Gemocht werden.
Die Männer fanden ihr blondes Haar schön, ihren Mund und einiges drumherum war multifunktional einsetzbar. Was sie nicht mochten war ihr Kopf und das was sie da drinnen fabrizierte . Am wenigsten mochten sie ihren messerscharfen Verstand . Der war alkoholfrei kaum auszuhalten. Erschreckt fühlten sie sich gezwungen am Blondhaar zu reißen, auf den roten Mund zu schlagen, wenn sie ihre Kopffabrikate ins Muster der Tapete sprach.
An diesem 21. Geburtstag wußte sie davon noch nichts. Sie hielt ihr Blondhaar hin und die Gedanken sprudelten beim Mundtor raus. Noch glaubte sie an sich. Zumindest ein bisschen. An das was sie für Liebe hielt und so heiratete sie einen, der versprach ihr jede Verantwortung abzunehmen. Immer würde er für sie mitdenken - das gefiel auch der Mama.
Der Gatte zeigte ihr wie das Trinken geht.
Er lebte es vor und sie machte nach. Sein Leben sollte auch ihres sein. Seine Freunde waren ja auch ihre Freunde, was mit Wodka zu tun hatte. Es war nicht schick wenn er mit zerrissenen Hosen heim kam, doch es machte Eindruck! Den dreckigen Anzug hatte er sich beim Verteidigungsfeldzug seiner Männlichkeit geholt, das musste belohnt und durfte keinesfalls kritisiert werden . Die Mama tröstete: “So sind sie, die Männer, da müssen wir alle durch - aber er liebt dich Kind, obwohl du so bist!”
Männliches eindrücken war nüchtern unerträglich für sie - angeschickert sah das anders aus. Da erweiterte sich ihre Sichtweise auf ein Minimum. Minimum - die richtige Dosis von Sicht um Familiensinn entwickeln zu können. Bei klarem Verstand funktionierte Familie nämlich nicht so wie sie gedacht hatte. Nicht einmal die Hortensien blühten nach ihrem Diktat, vom Haushaltsgeld ganz zu schweigen.
Familie - die kleinste Einheit einer blühenden Gesellschaft! Das stand auf einem Plakat und unsichtbar auf ihre Stirne tätowiert. Las sich wie: "Familie - die Brutstätte einer kranken Welt "- aber nur wenn sie mit Brille hinschaute. Wenn sie ein Auge zudrückte, einen ähnlichen Effekt löste ein Gläschen vom Tafelwein aus, dann las sie fehlerfrei : “es gibt nichts Schöneres als mit einem Baby am Arm einen Mann glücklich zu machen.”
Mit dem Babybild lebte es sich unauffälliger als mit der Brutstättenphantasie. So nahm das Heil seinen Lauf:
Aufwachen, Gehirn schaltet "On", Alkohol, Gehirn "Off"
Das Rosa im Kopf nahm rasant zu und verdrängte das Grau. Das spürte die Umwelt und freute sich. “Kind, endlich wirst du weicher”, sagte die Mama. Klar das Kind war ja auch weich. Weichgesoffen.
Das Weiche kuschelte sich an, lallte unverständlich, was wie ein Akzent klang- so herzig! Die Zunge wurde geschmeidig was dem Mann gut gefiel. Die Geistesblitze blieben ihr im Magen stecken, was nur noch zu eigener Verletzung führte. Selbstverstümmelung - ein gerne gesehenes Hobby bei Frauen. Kostet wenig, braucht keinen Platz und macht keinen Lärm. Das war fein, endlich hatte sie verstanden wofür ihr Verstand da war.
Zum Tod machen - und zwar sich selber.
Mundtot macht schönes Morgenrot.
Sie durfte mitfliegen in das Plakat von der blühenden Gesellschaft. So brav wie sie trank, das schrie nach Belohnung. Zurückgelassen wäre sie mittlerweile sowieso verloren gewesen. Kein eigenes Geld, den Verstand versenkt, der Gatte im Ausland. Sie hätte nicht einmal Brot einkaufen können - oder Wein. Der Plan Wasser in Fisch zu verwandeln wäre erfolgversprechender gewesen!
Bis in die Dominikanische Republik brachte sie ihre Bravheit. All Inclusive!
Eine einmalige Erfahrung. Die Getränke waren schon bezahlt. Rum bis zum Abwinken. Im Kaffee, im Wasser im Cola. So schön war es dort.
Der Gatte sah sich um. Holte sich Guster und aß zu Hause. Ausdauernd und schmerzhaft. Er wollte erleben was er gesehen hatte. Nur sie - die eigene Frau - war im Preis inbegriffen, jede andere wäre dann doch ein kleines Extra gewesen. Soetwas hatte er aber nicht notwendig. Er holte sich was er brauchte, was sein angetrautes Recht war. Er war ein guter Gatte - treu! In der Nacht waren alle Katzen schwarz, mann musste ihnen bloss sagen wie sie zu lecken hätten.
Ein Schlückchen mehr brauchte sie schon, sonst hätte sie geschrien. Nie aus Lust, oft aus Frust.
Wieder zu Hause zerbrach nicht nur die Ehe sondern auch ihr Jochbein.
Was war passiert?
Er hatte sich zur goldenen Nase ein neues Blondmodell verdient.
Karriere- und trinktechnisch weit abgeschlagen, blieb sie benommen liegen.
Seine Funktionsfähigkeit war am Höhepunkt angelangt. Segelnde Geschäftstaktiken, whiskey versiegelte Unterschriften, Blondinchenpopotschi backbord. So ein Mann, so ein Mann! Wer sich morgen noch an etwas erinnerte war ein Verräter. Was zählte das gestern, er lebte in der Zukunft nicht im Stillstand. Neuer Familienstand: ledig.
Sie war geschieden.
Ihre Funktion wurde als eingeschränkt attestiert, als sie eines ihrer schönen Kinder mit verschiedenen Sneakers im Kindergarten abstellte. An die Verantwortlichkeit eines Vaters war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken.
Denn natürlich wussten es schon alle.
Als Ehefrau und Mutter funktionierte sie einfach nicht richtig! Der arme Mann, was sollte er mit so einer auch anfangen? Ihr Blond war immer brünetter geworden und der Busen war echt! Sie ließ sich einfach nicht silikonisieren - kein Wunder, dass sie nicht mit segeln durfte!
Der von ihr in Betracht gezogene Entzug wurde im Prosecco erfolgreich ertränkt. Der wäre zu gesund gewesen. Irgendwie musste es ja weitergehen.
Sie entschied sich für Botox. Die innere Querschnittlähmung sollte auch im Aussen sichtbar sein. Sie hießte die weiße Flagge in ihrer faltenfreien Auslage. "Habt keine Angst, ich denke nicht!"
Jetzt wo sie unbemannt durchs Leben schiffte, konnte sie sich weder Alter noch Persönlichkeit leisten. Bei Bewusstsein hätte sie die Kombination aus physichem und psychischem Schmerz nie und nimmer ertragen. Prost! Auf mich und meine neue Freiheit, dachte sie.
Langsam fand sie wieder ins Leben. Innen und aussen stillgelegt, wider jeder natürlichen Regung kam sie ihrem Lebenstraum wieder näher.
Sie begann sich online durch die Verliererwelt zu daten. Hochpreisig getunt wie ein GTI röhrte sie durch die Regale des Onlinesupermarktes. Ihr Blondhaar schimmerte gekünstelt, die Acrylnägel waren qualitativ so wertvoll wie ein Film im Votiv Kino. Sie hielten der dicksten Akademikerhaut stand. Egal welcher Pelz auf Brust und Schultern wucherte, unwichtig was vom Nagel verlangt wurde - er hielt! Das war jeden Euro wert, denn mit dem Alter wussten ihre Lover immer genauer was sie wollten. In ihrem Alter durfte sie sich nicht mehr spielen, sie musste froh sein Spielgefährtin sein zu dürfen.
Sie war jetzt ein großes Mädchen, ihr schönes Leben hatte sie zu dem Unschönen gemacht was sie jetzt war. Schliesslich und endlich sagte schon die Mama in aller Liebe: “Wer schön sein will muss leiden”

Sonntag, 03. Mai 2009

jagen und sammeln

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Hallo Ihr Lieben,

die Geburtstagskinder dieser Woche sind und waren die Stiere. Das bedeutet, die Sonne durchläuft gerade das Tierkreiszeichen mit den zwei Hörnern am Kopf. Meine persönliche Affinität zu diesen ErdenbürgerInnen kann ich unschwer verbergen, zu oft werde ich in Konjunktion mit einem Stier - sowohl männlich als auch weiblich - gesichtet.

Astrologisch eigentlich inkorrekt - Wassermann und Stier stehen zueinander in einem Quadrat Aspekt, was Disharmonie bedeutet. Meine vielen Planeten im Element Luft brauchen aber erdige Menschen - sonst wird aus der vielen Luft zum Atmen, kollabierende Schnappatmung. Die Bodenständigkeit, Genussfreude, Genauigkeit und Ausdauer von Stieren fasziniert meinen frischen Geist und umgekehrt scheint es auch so.
Mein sprudelnder Ideenreichtum inspiriert den sehr pragmatisch veranlagten Stier und kann schon mal ein kleines Feuer unterm Hintern entfachen - was dieses schwer in Gang zu bringende Zeichen durchaus in Bewegung versetzt.
Wie immer haben die Sterne aber auch hier mit ihrer pessimistischen Aussage von Verbindungen zwischen starken Luft- und Erdzeichen, recht. Der geistige Wirbelwind der Luftelemente, kann dem ruhigen Stier schon mal schwer auf den Geist gehen, während Waage, Wassermann oder Zwilling das Gefühl haben lebendig begraben zu werden.

Eine geniale Lösung kann ich euch anbieten, wenn Stier und Wassermann gerade brüten was sie am Samstag für beide Teile befriedigendes unternehmen wollen.
Ah ja - natürlich das EINE - ja das gefällt beiden, sofern ein bisschen frischer Wind auch in dieser Sache durchs Schlafzimmer wehen darf - doch nicht alle Luft-/Erdverbindungen landen in der Kiste. Also für die anderen eben - DIE Idee: ein Flohmarktbesuch.
Der Stier kann da den Hang zum Sammeln voll ausleben, während der Wassermann nach progressivem Zeugs jagen darf ohne, wie sonst, besonders aufzufallen.

Guter Platz dafür: Samstag ab 8.00 Uhr U4 Station Kettenbrückengasse.

Nicht nur Klumpat aus der Vergangenheit, der Gegenwart und für die Zukunft gibt es hier, auch verhungern oder verdursten ist am Naschmarkt ein Kunststück. Einen Stier wohin zu bewegen wo nur der Verdacht auf lukullische Dürre besteht - das wäre dann tatsächlich zu viel, da würde er ganz bestimmt im eigenen Stall stehen bleiben.
Eine ausgewogene Woche wünscht Eure **Su

Samstag, 25. April 2009

clo mographie

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Hallo Ihr Lieben,

Merkur - der Erzähler, wagt es wieder einmal Neptun - den Schwafler, herauszufordern. Das ist aber nicht alles, denn Mars - der Kämpfer, hat Pluto - dem Herrscher der dunklen Mächte - seinen Fehdehandschuh geworfen.

Ein guter Zeitpunkt euch eine geheime, weil etwas pikante Idee von mir vorzustellen: nämlich Clos.

Ihr wisst schon - es gibt solche und solche. Mädels meine ich. Solche und solche eben. Und ich bin eine solche. Die solche welche, die jedes Clo, das sich bietet besuchen muss. Clobesuche sind wahnsinnig aufregend. Nie kann man wissen, wie es wird. Wie originell verbirgt sich die Aufschrift für den Eingang von Frau oder Mann, gibt es eine Tür, ein Fußbad, Clopapier - dreht sich die Brille oder pikst sie in den Po? Werde ich beim Betätigen der Türschnalle von einem Pfirsichspray angefallen oder komme ich ohne Beihilfe einer Schlosserei gar nicht mehr zum Vorschein?

Heute zeige ich euch Fotos von WC im Vapiano.
Italian Fastfood meets Vienna's Nachwuchs SchickiMicki! Empfehlenswert - auch das Nase pudern. Übrigens hätte ich diesmal gar nicht müssen - einmal nicht! - doch in Folge eines Flirtanfalls meiner Tischkollegin entschuldigte ich mich diskret um mich in marsischem Rot kombiniert mit plutonischem Schwarz zu verstecken.
Merkur Quadrat Neptun gemäß, war alles bloss ein Herzgespinst, eigentlich schade - aber auch Mars/Pluto werden noch ihrer wahren Entsprechung gerecht werden.

Eine gewaltfreie Woche in voller Klarheit wünscht euch ***Su


Sonntag, 19. April 2009

jetzt geht's los

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Hallo ihr Lieben hier,
Zeit ist es geworden - endlich! Die Venus hat wieder umgedreht und verdreht nicht mehr unsere Beziehungen. Gerade wo Wetter und Gefühle so frühlingshaft waren, wer konnte da schon diese Spielverderberin brauchen?
Rendezvous wurden vermeintlich grundlos in den Sand gesetzt, der Ex Lover störte die neuen Liebessprösslinge, die Bauchschmetterlinge zerplatzten wie Seifenblasen an den Forsythienzweigen.
Jetzt wird es anders. Noch ist die zarte Venus in den verträumten Fischen - wo sie mehr verschämt schwärmt als unverschämt wärmt. Doch in den nächsten Tagen gibt sie Gummi und schnellt in den feurigen Widder.
Mädels endlich wieder Feuer unterm Hintern! Sex oder Diskussionen - und wir könnnen es uns aussuchen, was wir davon wollen.
Auf jeden Fall was Neues - und nicht den verstaubten Fehler aus dem letzten Leben. Und wenn es nur die Teilnahme am Marathon ist - ganz egal - vorwärts bitte und nicht zurück!
Eine Woche voller Neuigkeiten wünscht Eure **Su

Sonntag, 12. April 2009

verwunderte Ostern

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Hallo meine lieben Osterhäsinnen,
ich wünsche Euch ein Osterfest, das ganz und gar der Wetterlage entspricht!
So schön war es noch nie - oder?
Die Vögel zwitschern, die Blumen blühen in Farben, die ich mir gar nicht vorstellen kann, die Sonne wärmt in der Früh und macht großes Lichttheater am Abend - Glücksgefühle unvermeidbar!
Für die, die noch nicht verplant sind bis Montag Abend: ich war gestern am Ostermarkt in Schönbrunn - und sag nur: so schön!

österliche Freuden wünscht Eure **Su



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Sonntag, 05. April 2009

verschwiegenes Österreich

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Hallo Ihr Lieben,

meine Vorliebe für rasante Wohnungswechsel haben alle möglichen Nebenwirkungen. Unter anderem lerne ich Wien aus verschiedensten geographischen Blickwinkeln kennen. So kann ich sowohl von den Höhen des 13. Bezirkes als auch den Niederungen der Pratersenke hautnah berichten.
Seit einem Jahr erkunde ich die wilde Gürtelgegend - die tatsächlich kein Schmarrn nicht ist und einiges an Schreibstoff hergibt.
Bei meinen täglichen Trips von Wien 7 nach Wien 13 via U Bahn lausche ich verträumt den Stimmchen an den diversen Handies. Mehr als Geräuschkulisse gibt das für mich nicht her - denn ich versteh bloss deutsch oder vielleicht noch englisch - das aber auch nur very british please.
Vor kurzem stiess ich vor meiner Wohnungstüre mit einer sehr leicht bekleideten Dame zusammen. Sie beschwalbte bläulich angelaufen den Bordstein im Schneegestöber und ich rief ihr zu sie solle sich doch nicht verkühlen. Dafür erntete ich nicht einmal einen verwirrten Blick.
Klar - ich bin ja auch die einzige Österreicherin in Wien. Schon lange frage ich mich wo ihr alle seid meine lieben FreundInnen aus dem Sandkasten? Alle auf Mallorca?
Mein indischer Kochspleen trieb mich vorgestern zum Gewürze sniffen in den Exotic Supermarkt gleich neben den roten Laternen - also in meiner direkten Nachbarschaft - mein Tante Emma Laden sozusagen.

Und wisst ihr wen ich dort getroffen habe? Genau - Herrn und Frau Österreicher! Zwischen den Riesenreissäcken und dem blonden Henna (mein Haar ist trotzdem rot geworden) - schwirrten mir verständliche Worte achtlos durch die verfischte Luft.
Urlaubsfeeling pur - vergleichbar mit dem zufälligen Treffen einer Landsfrau am Sahara Klo, winkten wir uns grüssend mit unseren Kassatickets zu.
So ein Kurztrip nach Asien gibt einen absoluten Frischekick und es war mal wieder nett mit einer Wienerin zu plaudern. Jetzt muss ich aber weiter - über die Strasse in die Türkei!
Eine Woche wie Urlaub wünsch ich Euch - Eure **Susanne

Sonntag, 29. März 2009

Kinderwunsch

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Guten Sonntagmorgen,

mit meinem vollgepackten 5. Haus wird mir gerne unterstellt sportlich, spiel-, risikofreudig, sexbesessen zu sein und ein faible für Kinder zu haben. Quasi nichts davon trifft die Wahrheit - der Hund liegt wie so oft im Detail. Das 5.Haus ist zwar das ausdrucksstärkste, doch lümmeln Saturn und die Lilith direkt an Mars und Sonne bremst das von 100 auf 0 in Zehntelsekunden.
Richtig ist - Saturn zeigt wo wir lernen werden, wachsen - ob wir wollen oder nicht - er zeigt wo es lang geht. Mir zeigen also Kinder wo es lang geht. In Ermangelung eigener Mini Ausgaben meiner Person, eigne ich mir von Zeit zu Zeit kleine Fremdmenschleins an - oder sie werden mir einfach angeeignet.

Besondere Fähigkeiten als Babysitterin habe ich nicht anzubieten - weder das Beherrschen der Babysprache, Kenntnisse der Babyanatomie noch kindergerechte Steckdosen finden diese Wesen mit den großen Augen in meiner Nähe.

Dafür nehme ich sie ernst. Sehr ernst. Denn Kinder haben zwei Beine, zwei Hände und wahnsinns spitze Zähne. Ausserdem sind sie kaum müde zu kriegen und obwohl ich sie nicht verstehe - Stimme haben sie auch. Alles sehr ernstzunehmende Argumente.

Aus dieser präkeren Situation heraus habe ich mich zur best of world Tante gemausert - denn ich habe das perfekte Spielzeug gefunden.

Nach dem schmerzhaften Einbüssen meiner Nikon und der Verabschiedung der einen oder anderen Canon, Minolta oder sonstwiegeheissenhat - Digicam - habe ich mir eine stoss- und wasserfeste - also beinahe kindersichere - Minidigi zugelegt.

Atemberaubend wie genau Kinderaugen beobachten - faszinierend was sie sehen, denkwürdig was sie erkennen - und wunderschön berührend ihre Fotos ansehen zu dürfen.

Ich empfehle deshalb aus voller Überzeugung:

Gebt den Kindern das Kommando - und einen Fotoapparat!



Eure durchschaute****Su



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