die letzten Tage hatte ich eine spirituelle Begleiterin im Handkoffer - Luisa Francia, lehrte mich das Gras noch besser wachsen zu hören.
Wer sie nicht kennt - Luisa Francia ist Magierin und Schrifstellerin. Die Bücher sind für meine Verhältnisse kreuzschonend. Passen also auch ins Abendtäschchen oder wenn man es übers Herz bringt, könnte man ein Solitairbüchl sogar zusammengerollt in die Hosentasche stopfen.
Viel was da drinnen steht, war mit nicht neu - aber es tut gut, zu wissen, dass ich erstens nicht alleine bin - und zweitens, Luisa noch nicht dauerhaft in einer Klaps Mühle wohnt. Die Geschichte wo sie an Bahnsteigen immer bis ans Ende geht um sich dort mit dem Unkraut zu unterhalten, empfand ich als etwas banal - das macht doch jede/r, warum hat sie die vielen Tiere nicht erwähnt, die auch dort wohnen? - Aber egal, interessant war mit wem sie sich unterhielt. Nämlich mit einer Artemisia!
Ein Unkraut, das ich in meinem Garten schwer vermisste - ich kannte es gar nicht. Der Schamane, mit dem ich Bett und Beet teile, entführte sofort eine dieser weisen Damen vom Feld um ihr an der Schuttwand ein wahrlich königliches Plätzchen anzubieten. Ich hoffe sie fühlt sich zwischen den Königskerzen, den Disteln, dem Sommerlavendel, den Brennesseln und dem Schöllkraut richtig wohl.
Was sich die "Interunfall" schon immer wünscht, kann Madame Wermuth nämlich schon lange - sie schützt das Wunder Mensch. Malaria, Leukämie, Brustkrebs sind die wirklichen Sorgen, die mit Artemisia nachweislich positiv beeinflusst werden können. Aber auch für einfache Alltagsbeschwerden wie Rückwärtsessen, Blasen am Fusserl und dem Frühjahrsputz ist sich das hübsche Pflänzchen nicht zu schade. Für die, die das Leben gerne unkontrolliert geniessen, empfiehlt sich ein Sonntagsfrühstück mit Wermuth um den Abend mit Absinth ausklingen zu lassen.
Prost! auf die wohl biologischste Art der Unkrautvernichtung: aufessen und wegtrinken.
Einen natürlichen Sonntag wünscht Euch ***Su

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