diese Tage verschwimmen irgendwie.
Und - ich kann Euch endlich mal eine Erklärung liefern, wenn Euch auch am Ende des Tages soviel Arbeit überbleibt: Merkur liegt in den Armen von Neptun.
Zu wenig Erklärung? Hier eine astrologische Erläuterung: Merkur ist der kleine Flitzer unter den Planeten, der für unser Denken und Wissen steht, Bewegung ins Leben bringt, zeigt ob wir zu Chaos oder Pedanterie neigen.
Neptun gehört zu den langsamen Planeten, dafür zu denen mit besonders nachhaltiger Wirkung. Neptun ist mindestens doppeldeutig - denn auf der einen Seite steht er für Träume, Illusionen, Grenzenlosigkeit und das Unterbewußtsein - eine Prise zuviel Neptun kann zu Realitätsverlust, Auflösung und Chaos führen. Ganz sicher steht Neptun nicht für Sicherheit, Festigkeit und Starre - ganz das Gegenteil.
Meine letzten Tage waren wieder mal durch Situationen gekennzeichnet, die mir den Ruf chaotisch zu sein, eingebracht haben. Neptun hatte meinen Merkur freundlicherweise in rosa, schillernde Wattebäuschchen verpackt. Bei mir wirkt sich das schon gleich beim Aufwachen aus - ich weiß gleich mal nicht wo ich bin. Pendlerinnenschicksal. Montag ist aber auch für Pendlerinnen nicht Sonntag. Schade eigentlich - und schon um eine halbe Stunde zu spät dran.
Fatal - denn Ihr habt sicher auch keine halbe Stunde Aufstehspielraum am Montag in der Früh. Dafür klingelte dann das Handy - mehrmals. Stimmen aus dem bereits lebendigen Leben verlangten Gehör für ihre neptunischen Situationen. Fieber, Schlüssel verloren, verführt, Riesenkater nach Faschingsfeier, Geisterfahrer, vom supi Mannsbild betrogen worden.
Wenn ich es mir recht überlege kam ich eh gut weg.
Die routinemäßige Outfitüberprüfung im Aufzugsspiegel (meine einzige Ganzkörperguckeinrichtung) ergab schwere Defizite. Eigentlich passten nur die Schuhe nicht - diese Erkenntnis hatte aber eine Umziehorgie bis zur Unterwäsche zur Folge. Zum krönenden Abschluss auch noch die Handtasche gewechselt.
Irgendwann war ich wieder im Stiegenhaus - diesmal zu Fuß runter - für einen Montag hatte ich schon genug gesehen.
Die nächste Verzögerung liess nicht lange auf sich warten.
Auf eindringliches Verlangen hin, dachte ich kurz die Wochenkarte nicht gekauft zu haben. Nein, die Fahrkarte verhi
elt sich bloss männlich - im entscheidenden Moment neptunischer Verschwindibus.
elt sich bloss männlich - im entscheidenden Moment neptunischer Verschwindibus. Das passte perfekt, denn der, der sie auch suchte, war ein Herr in Neongelb. Er war von meiner feministisch astrologischen Erklärung tief beeindruckt, verbiß sich aber regelrecht in die fixe Idee, diesen nichtssagenden Papierfetzen physisch antreffen zu wollen .
So leerte ich den Inhalt meiner Handtasche - die eigentlich ein Seesack ist - in seine Arme. Er bereute bitterlich, sich je bei den Wiener Stadtbetrieben beworben zu haben. Kein Wunder - wer will
schon eine gelbe Jacke anziehen?
schon eine gelbe Jacke anziehen?Kennt Ihr diesen Traum? Ich träume immer wieder, in die Arbeit gehen zu wollen, aber aus verschiedensten Gründen nicht hinzukommen. Erst Tage später funktioniert es dann - da hat aber schon jemand anders meinen Job voll im Griff.
Tja - Merkur und Neptun stehen auch für Bla Bla ohne Punkt und Koma.
Deshalb würde ich vorschlagen: kuschelt Euch einfach bei einem Tässchen Tee zusammen und bleibt in Eurer Höhle bist die Nebelschwaden vorbei gerauscht sind.
Eine Woche ohne Prüfung, notwendiger Pünktlichkeit und Vertragsabschlüssen
wünscht Euch Eure ***Susanne


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